Kostenlose Retrospektive-Tools sind nicht austauschbar. Eines begrenzt die bearbeitbaren Boards. Ein anderes streicht die Abstimmung. Ein drittes behält nur 30 Tage Historie. Mehrere Produkte, die gemeinhin „kostenlos“ heißen, bieten inzwischen nur eine Testphase.
Das zählt, weil die Kosten eines Retro-Tools nicht nur im Abo stecken. Dazu kommt die Zeit, die verloren geht, wenn Leute nicht beitreten können, die Phasen nicht verstehen oder die im letzten Monat vereinbarten Aktionen nicht wiederfinden.
Dieser Leitfaden vergleicht dauerhafte Gratis-Tarife, keine befristeten Testphasen. Die ursprüngliche Prüfung der Anbietertarife wurde am 2. September 2026 abgeschlossen. Am 11. September haben wir NextRetro und EasyRetro erneut geprüft, die Anmeldung der Moderation klargestellt und ein Planungsbeispiel für wiederkehrende Sprints ergänzt. Die Angaben der übrigen Anbieter behalten ihr Prüfdatum vom 2. September.
Offenlegung: NextRetro veröffentlicht diesen Vergleich und ist darin enthalten. Wir haben Grenzen und Kompromisse sichtbar gemacht, damit ihr die Angaben prüfen und ein anderes Tool wählen könnt, wenn es besser passt.
Die kurze Antwort
| Nehmt dieses | Wann es am besten passt | Wichtige Grenze im Gratis-Tarif |
|---|---|---|
| NextRetro | Ihr wollt eine spezialisierte Retro mit anonymem Feedback, Abstimmung und ohne Teilnehmerkonten | Vollständige Team-Historie, Workspaces und Kontinuität zum nächsten Board sind kostenpflichtig |
| Neatro | Ein kleines Team will geführte Retros und eine große Vorlagenbibliothek | Ein Team, 10 Mitglieder und 30 Tage Historie |
| Parabol | Ihr braucht auch Planning Poker und andere agile Meetings | Zwei Teams, 10 Meetings pro Monat und 30 Tage Historie |
| Echometer | Ihr wollt geführte Moderation und Team-Health-Checks | Eine Retro pro Monat und ein kurzes Archiv |
| Reetro | Ein kleines Team braucht mehrere aktive Boards | Anonyme Retrospektiven sind kostenpflichtig |
| Miro | Euer Unternehmen nutzt Miro bereits für Workshops | Drei aktive bearbeitbare Boards; Abstimmung und Timer sind kostenpflichtig |
| FigJam | Euer Team arbeitet ohnehin in Figma | Drei FigJam-Dateien und 30 Tage Historie |
| Trello | Ihr wollt eine einfache Karten-Diskussion und Aktionsliste | Keine nativen Retro-Phasen, keine Anonymität, keine Abstimmung |
| EasyRetro | Ihr wollt ein vertrautes, einfaches Retro-Board für gelegentliche Sitzungen | Ein öffentliches Board pro Monat, unbegrenzte Teilnehmende und kein Team-Workspace im Gratis-Tarif |
Wenn ihr in jedem Sprint eine Retro macht, testet das Teilnehmererlebnis, bevor ihr lange Funktionslisten vergleicht. Ein Tool kann aus Sicht der Moderation hervorragend wirken und den Rest des Teams trotzdem zur Kontoerstellung, zu Zugriffsanfragen oder zur Suche nach der richtigen Phase zwingen.
Was „kostenlos“ in diesem Vergleich bedeutet
Wir nehmen ein Tool nur in die Hauptliste auf, wenn es eine Gratis-Stufe ohne Ablaufdatum hat. Eine 30-Tage-Testphase gilt uns nicht als kostenlos.
Wir bewerten jede Option an fünf praktischen Fragen:
- Teilnehmerhürde: Kann jemand über einen Link beitreten, und muss dafür ein Konto her?
- Eigenständiges Denken: Können Leute vor der Gruppendiskussion privat oder anonym schreiben?
- Moderation: Sind Gruppieren, Abstimmen, Aufdecken und Diskutieren eingebaut?
- Kontinuität: Kann das Team frühere Aktionen wiederfinden und über Retros hinweg lernen?
- Die tatsächliche Grenze: Was streicht die Gratis-Stufe: Boards, Personen, Meetings, Historie, Datenschutz oder Moderationswerkzeuge?
Kein Tool gewinnt in jeder Kategorie. Ein Design-Team, das die Umstellungskosten für FigJam ohnehin trägt, bevorzugt vielleicht FigJam. Eine Scrum-Master-Rolle, die alle zwei Wochen strukturierte Retros moderiert, profitiert meist von einem spezialisierten Ablauf.
1. NextRetro: am besten für einen schnellen, spezialisierten Retro-Ablauf
NextRetro ist um die Abfolge herum gebaut, die eine Moderation tatsächlich durchläuft: Feedback sammeln, verwandte Karten gruppieren, abstimmen, diskutieren und mit Aktionen herausgehen. Teilnehmende treten einem Board über einen Link bei, ohne ein Konto zu erstellen. Über die Startseite lässt sich außerdem ohne Konto ein Gast-Board erstellen.
Der Gratis-Tarif enthält unbegrenzte Boards und Teilnehmende, Zusammenarbeit in Echtzeit, Kommentare, Abstimmung, anonymen Modus, Vorlagen, jüngste Historie sowie PDF- und Markdown-Export. Der aktuelle Bezahltarif ergänzt Team-Workspaces, die vollständige Historie und das Erstellen des nächsten Boards aus einer früheren Retro. Prüft die aktuelle Preisseite, statt eine Integration vorauszusetzen.
Wo es gut funktioniert
- Ein Team will ohne Beschaffung und ohne Einrichtung pro Person starten.
- Die Moderation will klare Phasen statt eines Ablaufs auf leerer Fläche.
- Anonymes Feedback zählt, weil Hierarchie oder Gruppendenken Offenheit dämpfen können.
- Das Team will nach dem Meeting eine mitnehmbare Aufzeichnung.
Der Kompromiss
NextRetro ist auf Retrospektiven fokussiert. Es ist keine allgemeine Workshop-Fläche. Teams, die eine Oberfläche für Diagramme, Design-Kritiken, Mapping und Retros brauchen, bevorzugen womöglich Miro oder FigJam. Langfristige Workspace-Historie und Integrationen sind Pro-Funktionen.
Probiert den echten Ablauf in zwei Minuten
Startet ein kostenloses NextRetro-Board, um direkt den Dialog für den Board-Namen zu öffnen. Benennt das Board und erstellt es, öffnet dann den Teilnehmerlink in einem privaten Fenster, schreibt eine Karte, gebt eine Stimme ab und exportiert das Ergebnis. Für ein Gast-Board braucht es weder Kreditkarte noch Konto.
2. Neatro: am besten für ein kleines Team, das Anleitung will
Der dauerhafte Gratis-Tarif von Neatro unterstützt ein Team mit bis zu 10 Mitgliedern. Er enthält unbegrenzte Retrospektiven und Team-Radare, über 70 Vorlagen, grundlegende Moderationswerkzeuge und 30 Tage Historie. Gäste treten ohne Konto bei.
Das macht ihn stark, wenn ein kleines Team eher Impulse und Struktur braucht als breite Integrationen. Die 30 Tage Historie sind die entscheidende Einschränkung: Will euer Team Themen über ein Quartal vergleichen, klärt vorher, wie ihr Ergebnisse sichert.
Passt am besten zu: einem stabilen Team von höchstens 10 Personen, das geführte Formate schätzt.
3. Parabol: am besten für Retros plus weitere agile Meetings
Parabol verbindet Retrospektiven mit Planning Poker und weiteren agilen Meeting-Abläufen. Der Starter-Tarif ist für bis zu zwei Teams kostenlos, mit 10 Meetings pro Monat, unbegrenzten Nutzenden, über 40 Vorlagen und 30 Tagen Meeting-Historie.
Zehn Meetings können für ein Team mit normalem Sprint-Rhythmus großzügig sein. Die Grenze wird relevant, wenn mehrere Teams den Workspace teilen oder Parabol für mehrere Meeting-Arten nutzen.
Parabol ist zudem Open Source, was für technische Teams mit Blick auf Transparenz oder Betriebsoptionen zählen kann. Es verlangt mehr Aufmerksamkeit für Konten- und Workspace-Modell als ein Board mit einem einzigen Link.
Passt am besten zu: einer kleinen agilen Gruppe, die Retrospektiven und Planungsaktivitäten in einem Produkt will.
4. Echometer: am besten für gelegentliche geführte Retros und Teamgesundheit
Echometer verbindet Retrospektiven mit Team-Health-Checks. Nach der Testphase unterstützt die dauerhafte Gratis-Stufe ein Team, eine Retro pro Monat, bis zu 25 Workspace-Mitglieder, unbegrenzte Gäste und ein Archiv von zwei Retros. Gäste treten ohne Login bei.
Eine Retro pro Monat reicht für einen monatlichen Rhythmus, aber nicht für die meisten Teams in Ein- oder Zweiwochen-Sprints. Das kurze Archiv begrenzt außerdem die Musteranalyse über längere Zeit. Der geführte Ansatz kann trotzdem wertvoll sein, wenn eine Führungskraft Gespräche in einen wiederholbaren Health-Check überführen will.
Passt am besten zu: einem Team mit monatlichen Retros, das strukturierte Fragen zur Teamgesundheit will.
5. Reetro: am besten für einen kleinen Workspace mit mehreren Boards
Die Gratis-Stufe von Reetro enthält drei Teams, neun Mitglieder pro Team und 10 aktive Boards pro Team. Das hilft kleinen Gruppen, die mehrere Gespräche parallel führen wollen.
Lest die Datenschutz-Einstellungen genau: Anonyme Retrospektiven sind als Pro-Funktion gelistet. Ein Board kann informell wirken, ohne echte Anonymität zu bieten, und der Unterschied zählt, sobald es um Führung, Sicherheit oder zwischenmenschliche Konflikte geht.
Passt am besten zu: kleinen Teams, denen das Board-Kontingent wichtiger ist als anonyme Teilnahme.
6. Miro: am besten, wenn eure Organisation es ohnehin nutzt
Miro ist ein breiter visueller Arbeitsbereich und kein spezialisiertes Retro-Produkt. Der Gratis-Tarif enthält drei aktive bearbeitbare Boards, und alle Mitglieder eines kostenlosen Teams sehen diese Boards. Abstimmung und Timer sind im Gratis-Tarif nicht enthalten.
Ihr könnt trotzdem eine brauchbare Retro mit Haftnotizen und manuellem Punktevoting durchführen. Der Aufwand liegt in der Moderation: Die organisierende Person muss Phasen definieren, Sichtbarkeit steuern, versehentliches Verschieben verhindern und die Diskussion in Aktionen überführen.
Miro ergibt Sinn, wenn das Team es bereits kennt und dieselben Flächen für andere Workshops nutzt. Weniger attraktiv ist es, wenn ihr ein neues Tool ausschließlich für Retros einführt.
Passt am besten zu: Teams, die bereits in Miro arbeiten und manuelle Moderation sowie geteilte Board-Sichtbarkeit akzeptieren.
7. FigJam: am besten für Teams, die schon in Figma arbeiten
FigJam bietet ein flexibles Whiteboard mit Vorlagen, Stempeln, Timern und gemeinsamem Zeichnen. Figmas kostenloser Starter-Tarif erlaubt drei FigJam-Dateien und bietet 30 Tage Versionshistorie.
Wie Miro liefert FigJam eine Fläche statt eines festgelegten Retro-Prozesses. Diese Freiheit nützt einem Design-Team mit etablierten Ritualen. Neue Moderierende verbringen womöglich mehr Zeit damit, das Board zu bauen und die Mechanik zu erklären.
Passt am besten zu: Produkt- und Design-Teams, die ohnehin in Figma zusammenarbeiten und nur wenige wiederverwendbare Retro-Dateien brauchen.
8. Trello: am besten für eine einfache, sichtbare Aktionsliste
Trellos Gratis-Tarif unterstützt bis zu 10 Mitarbeitende und 10 Boards pro Workspace, mit unbegrenzten Karten. Eine Moderation kann Listen wie „Lief gut“, „Verbesserungsbedarf“ und „Aktionen“ anlegen und Karten während der Diskussion verschieben.
Trello bietet keine nativen Retro-Phasen, kein privates Schreiben, keine anonymen Beiträge und keine eingebaute Abstimmung. Das macht es beim Sammeln und Priorisieren am schwächsten, nach dem Meeting aber potenziell am stärksten: Aktionen bleiben auf einem Board sichtbar, das das Team ohnehin ansieht.
Passt am besten zu: einem kleinen Team, das einen dauerhaften Kartenablauf schätzt und die Diskussion manuell moderieren kann.
9. EasyRetro: am besten für ein vertrautes, minimales Board
EasyRetro, früher FunRetro, bietet die vertraute Spalten-und-Karten-Erfahrung, die viele Teams mit Online-Retrospektiven verbinden. Die am 11. September 2026 geprüfte aktuelle Preistabelle nennt ein öffentliches Board pro Monat, unbegrenzte Board-Teilnehmende, eine Umfrage pro Board und null Teams im Gratis-Tarif. Unbegrenzte Team-Boards sowie KI-Zusammenfassung, Gruppierung und Vorlagen sind in den Bezahltarifen gelistet.
Ein neues öffentliches Board pro Monat kann für eine gelegentliche Retrospektive reichen. Für ein frisches Board in jeder Sitzung eines Zweiwochen-Rhythmus reicht es nicht. Prüft außerdem den Unterschied zwischen einem öffentlichen Board und einem privaten Team-Board, bevor ihr internes Feedback sammelt. Der Vergleich NextRetro vs. EasyRetro geht gezielt darauf ein.
Passt am besten zu: gelegentlichen Retros, bei denen ein einfaches, vertrautes Board mehr zählt als ein großzügiges wiederkehrendes Kontingent.
Beliebte Retro-Tools, die Testphasen statt Gratis-Tarife sind
Das sind glaubwürdige Produkte, aber sie gehören ohne deutlichen Hinweis nicht in eine Liste dauerhaft kostenloser Tools.
| Tool | Was kostenlos ist | Was danach passiert |
|---|---|---|
| Metro Retro | 30-Tage-Test | Der dauerhafte Gratis-Tarif endete im September 2024; danach ist ein Bezahltarif nötig |
| Retrium | 30-Tage-Test | Weitere Nutzung erfordert einen bezahlten Team-Raum |
| TeamRetro | 30-Tage-Test | Weitere Nutzung erfordert einen bezahlten Einzelteam- oder Organisationstarif |
| GoRetro | 30-Tage-Test | Weitere Nutzung erfordert einen Bezahltarif |
Der Unterschied zählt, sobald ein Team mehr als die Oberfläche testet. Ein Retro-Archiv, die Gewohnheit der Teilnehmenden und ein wiederkehrender Link erzeugen Wechselkosten, auch wenn der erste Monat nichts kostet.
Macht diesen 20-Minuten-Test vor der Entscheidung
Testet ein Retro-Tool nicht allein in der Moderationsansicht. Nutzt ein privates Browserfenster als teilnehmende Person, um Berechtigungen und Anmeldeweg selbst zu erleben.
Der Test
- Erstellt ein Board aus einer Vorlage.
- Öffnet den Teilnehmerlink in einem privaten Fenster.
- Schreibt drei Karten, darunter eine heikle, die ihr lieber anonym hättet.
- Gruppiert zwei verwandte Karten und stimmt ab.
- Macht aus dem meistgewählten Thema eine Aktion mit verantwortlicher Person.
- Exportiert das Ergebnis oder öffnet es erneut, als würdet ihr die Retro des nächsten Monats vorbereiten.
Bewertet, was passiert ist
| Frage | Gutes Ergebnis | Warnzeichen |
|---|---|---|
| Wie schnell konnte eine teilnehmende Person beitreten? | Der Link öffnet direkt mit klaren Hinweisen | Kontoerstellung, Zugriffsanfragen oder Verwirrung über Workspaces |
| War die aktuelle Phase eindeutig? | Alle wissen, ob sie schreiben, abstimmen oder diskutieren | Die Moderation muss ständig erklären, was zu tun ist |
| Entsprach der Datenschutz der Beschriftung? | Identität und Kartensichtbarkeit verhalten sich wie erwartet | „Anonym“ gilt nur für manche Ansichten oder Bezahltarife |
| Entstand eine dauerhafte Aktion? | Verantwortung und nächster Schritt sind sichtbar oder exportierbar | Entscheidungen versinken zwischen Haftnotizen |
| Könnt ihr das Ergebnis nächsten Monat nutzen? | Historie, Export oder Kontinuität sind vorhanden | Die Gratis-Stufe streicht genau die Aufzeichnung, die ihr braucht |
Ein Tool, das diese kleine Probe besteht, funktioniert eher mit acht abgelenkten Kolleginnen und Kollegen als eines, das nach Screenshots ausgewählt wurde.
Eine Datenschutz-Checkliste für ehrliche Retrospektiven
„Anonym“ und „privat“ sind nicht dasselbe. Bevor ihr Leute bittet, über ein schwieriges Release zu sprechen, prüft:
- Wer kann das Board innerhalb des Workspace finden?
- Kommt jede Person mit dem Link hinein, oder ist der Zugang beschränkt?
- Sind Urheberinnen und Urheber vor Teilnehmenden, Moderation, Exporten und Administration verborgen?
- Werden Karten beim eigenständigen Schreiben verdeckt und gemeinsam aufgedeckt?
- Wie lange werden Boards und Aktivitätsprotokolle aufbewahrt?
- Könnt ihr die Daten exportieren oder löschen, wenn das Team das Tool wechselt?
- Welche Themen gehören wegen HR-, Rechts-, Sicherheits- oder Kundendatenregeln nie hinein?
Bei einem angespannten Team oder einem Machtgefälle ist Software-Anonymität kein vollständiges Schutzsystem. Erklärt, wer das Ergebnis sieht, wie mit Aktionen umgegangen wird und welchen Weg es für Anliegen gibt, die nicht in eine Gruppen-Retro gehören.
Wählt nach eurer tatsächlichen Einschränkung
| Eure Hauptbeschränkung | Startet mit | Warum |
|---|---|---|
| Teilnehmende sollen keine Konten erstellen | NextRetro oder Neatro | Beide unterstützen gastartiges Beitreten für den Retro-Ablauf |
| Ihr macht alle zwei Wochen eine Retro | NextRetro, Neatro oder Parabol | Ihre Gratis-Stufen tragen einen normalen wiederkehrenden Rhythmus innerhalb der genannten Grenzen |
| Ihr braucht mehrere agile Meeting-Arten | Parabol | Retros und Planungsabläufe liegen zusammen |
| Ihr tragt die Einführungskosten einer visuellen Fläche bereits | Miro oder FigJam | Ein bekanntes Tool weiterzunutzen kann besser sein, als ein spezialisiertes zu ergänzen |
| Ihr wollt nach der Retro ein sichtbares Aktionsboard | Trello | Karten und Verantwortliche bleiben im bestehenden Ablauf |
| Das Verfolgen der Teamgesundheit steht im Zentrum | Echometer | Health-Checks gehören zu seinem Produktmodell |
| Echte Anonymität ist nicht verhandelbar | Testet NextRetro und prüft jede Rolle | Nehmt nicht an, dass „Gast“ oder „privates Board“ anonym bedeutet |
Ein kostenloses Tool für Zweiwochen-Sprints: rechnet das echte Kontingent aus
Ein Team mit einer Retrospektive alle zwei Wochen braucht rund 26 Sitzungen im Jahr. Das sind meist zwei Sitzungen pro Monat, manchmal drei. Ein Kontingent von einem Board pro Monat deckt kein neues Board je Sitzung ab; eine Testphase deckt das Jahr nicht ab; und ein kurzes Historie-Fenster kann frühere Entscheidungen verbergen, selbst wenn die Meeting-Erstellung unbegrenzt ist.
Nutzt dieses Planungsbeispiel, bevor ihr einen Tarif wählt:
| Anforderung | Was zu prüfen ist |
|---|---|
| Acht Teammitglieder und zwei gelegentliche Gäste | Ob die Grenze Mitglieder, Gäste oder alle Beitretenden zählt |
| Alle zwei Wochen ein frisches Board | Mindestens drei neue Boards in einem vollen Monat oder ein unbegrenztes Kontingent |
| Eine Quartalsauswertung wiederkehrender Probleme | Mindestens drei Monate zugängliche Historie oder ein Exportprozess |
| Ehrliches Feedback vor der Diskussion | Wie Urheber-Sichtbarkeit und verdecktes Schreiben je Rolle funktionieren |
| Aktionsprüfung in der nächsten Sitzung | Benannte Verantwortung, Überprüfungstermin und ein Ort, an dem die vorherige Aktion wiederauftaucht |
Das ist eine Planungsrechnung, kein Produkt-Benchmark. Ein Board wiederzuverwenden kann funktionieren, aber klärt vor dem Leeren, wie ihr die alte Diskussion sichert. Unser Leitfaden zu Retro-Aktionen enthält ein kopierbares Aktionsregister.
Häufige Fragen
Was ist das beste vollständig kostenlose Retrospektive-Tool?
Für einen spezialisierten, wiederkehrenden Ablauf ist NextRetro ein starker Startpunkt, weil der Gratis-Tarif unbegrenzte Boards und Teilnehmende, Abstimmung, Kommentare, anonymen Modus und Teilnehmerzugang ohne Konten enthält. Neatro ist eine gute Alternative für ein Team mit bis zu 10 Personen, Parabol ist stärker, wenn ihr zusätzlich Planning Poker wollt.
Die beste Wahl hängt trotzdem davon ab, welche Grenze ihr zuerst erreicht. Testet den Teilnehmerweg und prüft die aktuellen Preise, bevor ihr euch festlegt.
Welche kostenlosen Retrospektive-Tools verlangen keine Teilnehmeranmeldung?
Bei NextRetro treten Teilnehmende über einen Link ohne Konto bei, und über die Startseite lässt sich ein Gast-Board erstellen. Neatro und Echometer beschreiben ebenfalls Gast-Teilnahme ohne Login. Testet immer genau die Freigabeeinstellung, die ihr nutzen wollt, denn Sicherheitsrichtlinien eines Workspace können das Erlebnis verändern. Unser Leitfaden zu Retros ohne Anmeldung trennt Organisationszugang, Teilnehmeranmeldung und Anonymität.
Kann ich unbegrenzt viele kostenlose Retro-Boards führen?
Der Gratis-Tarif von NextRetro enthält unbegrenzte Boards. Andere Gratis-Stufen begrenzen häufig Teams, Meetings, aktive Boards, bearbeitbare Dateien oder Historie. „Unbegrenzte Retros“ kann trotzdem mit einer Historie- oder Mitgliedergrenze kommen: Lest die vollständige Zeile auf der Preisseite des Anbieters.
Ist die Abstimmung in Miro kostenlos?
Nein. Die offizielle Dokumentation zum Gratis-Tarif von Miro führt Abstimmung und Timer als nicht verfügbar. Ihr könnt eine Abstimmung mit Punkten oder Reaktionen nachbilden, aber die Moderation muss den Ablauf steuern.
Ist Metro Retro noch kostenlos?
Ein dauerhafter Gratis-Tarif wird derzeit nicht angeboten. Die Dokumentation von Metro Retro besagt, dass der Gratis-Tarif im September 2024 endete. Neue Workspaces können 30 Tage testen, bevor sie einen Bezahltarif wählen.
Ist Retrium kostenlos?
Retrium bietet einen 30-Tage-Test, keine dauerhafte Gratis-Stufe. Nehmt es in eine Bewertung kostenpflichtiger Tools auf, nicht in eine Auswahlliste, die kostenlos bleiben muss.
Quellen und Prüfung
Die Tarifangaben wurden gegen die offiziellen Preis- oder Hilfeseiten der Anbieter geprüft: NextRetro-Preise, Neatro-Preise, Parabol-Preise, Echometer-Preise, Reetro-Preise, Miro Gratis-Tarif, Figma Starter-Tarif, Trello-Preise, EasyRetro-Preise, Metro-Retro-Tarife, Retrium-Preise, TeamRetro-Preise und GoRetro-Preise.
Aktualisiert am 11. September 2026: Tarifprüfung für NextRetro und EasyRetro, Klarstellung zum Moderationskonto und das Planungsbeispiel für Zweiwochen-Sprints. Die übrigen Anbietertarife wurden zuletzt am 2. September 2026 geprüft. Anbieter ändern die Grenzen ihrer Gratis-Tarife. Prüft den Tarif, den ihr nutzen wollt, erneut, bevor ihr euer Team einladet.